Wenn man sich heftig verschluckt, also ein Fremdkörper oder Speisebolus in Ösophagus oder Trachea so impaktiert, dass Luftholen nicht mehr ausreichend funktioniert, droht Tod durch Ersticken. Als Gegenmaßnahme wird dann der “Heimlich-Handgriff” empfohlen, bei dem der Helfer dem Erstickenden seine Faust von hinten ruckartig ins Epigastrium presst (1. Bild unten). Diesen Handgriff führt man nicht “heimlich” aus, er wurde von Hr. Heimlich erfunden (der mittlerweile am Herzinfarkt verstorben ist; siehe 2. Bild). Was aber tun, wenn man sich verschluckt hat, und kein Helfer zur Stelle ist?
In einem Brief an die Herausgeber des medizinsichen Journals “Resuscitation” (“Wiederbelebung”) wurde ein Manöver vorgestellt, mit dem man sich beim Verschlucken möglicherweise selber retten kann (3. Bild). Man klappt mit dem Oberkörper stehend vorn über (a) oder lehnt sich kopfüber über einen Stuhl (b). Der Autor konstatiert zwar auch, dass sich in 25 % der Fälle durch dieses Manöver die Beschwerden verschlechtern könnten, aber welche Option hat man schon …




Luczak A, Resuscitation 2016;103:e13. doi: 10.1016/j.resuscitation.2016.02.015