Ob das Sprichwort „Einen Apfel täglich, keine Krankheit quält dich“ eigentlich stimmt, wurde an über 8.000 Menschen aus den USA untersucht. Man korrelierte hierzu den täglichen Apfelkonsum mit der Häufigkeit von Arztbesuchen innerhalb eines bestimmten Zeitraums und teilte die Untersuchten in die beiden Gruppen „Apfel-Esser“ und „Nicht-Apfel-Esser“ ein (Apfel-Esser = mindestens 1 kleiner Apfel von mind. 149 g täglich). Man fand insgesamt 9 % Apfelesser im untersuchten Kollektiv. Im Durchschnitt waren Apfel-Esser häufiger Nichtraucher und wiesen einen höheren Bildungsgrad auf. 39 % der Apfel-Esser versus 34 % der Nicht-Apfel-Esser konnten „den Doktor fernhalten“, mussten also nicht mehr als einmal pro Jahr zum Arzt. Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Was man aber fand war, dass Apfel-Essern im Schnitt weniger Medikamente verschrieben wurden (Risikoerhöhung 27 %). Das Sprichwort müsste also besser lauten: „One apple a day keeps the pharmacist away“.

Davis MA et al., JAMA Intern Med 2015;175(5):777-83. doi: 10.1001/jamainternmed.2014.5466